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24.02.2012
Fasten - nicht unbedingt nach Karneval
Tipps zum bewussten und ganzheitlichen Heilfasten
Bekanntlich beginnt am Aschermittwoch die Fastenzeit. Viele Menschen nutzen diese in abgeschwächter Form, um Körper und Geist zu entschlacken. Ernährungsberaterin Doris Kallenbach erklärt, warum man das lieber noch etwas verschieben sollte.
Praktikabler als das 40-tägige Fasten, das am Aschermittwoch beginnt und an die Fasten- und Betzeit Jesu in der Wüste erinnert, ist für viele Menschen das Heilfasten. „Man zieht sich zurück und beansprucht ein paar Tage Zeit für sich“, erklärt Ernährungsberaterin Doris Kallenbach, langjährige Partnerin der BERGISCHEN. Voraussetzung für einen mehrtägigen Verzicht auf feste Nahrung sei ein körperlich gesunder, solider Zustand, den man sich am besten von seinem Arzt bestätigen und während des Heilfastens kontrollieren lässt. „Für sehr schlanke Menschen, Schwangere, Kinder sowie Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion, Herzbeschwerden oder Krebserkrankungen eignet sich Fasten nicht“, sagt die Hildenerin.
Nicht einfach drauflos fasten
Der Entschluss zum Heilfasten sollte gut überlegt sein. Doris Kallenbach: „Die innere Einstellung spielt eine sehr wichtige Rolle in der Fastenzeit. Lieber bereitet man sich mental länger darauf vor, statt einfach drauflos zu fasten.“ Immerhin gehe es ums Entschlacken – von Körper, Geist und Seele. Eine gute Übung sei zum Beispiel, immer mal wieder einen Fastentag mit Tee, Gemüsebrühe oder auch Getreide einzulegen, um zu sehen, wie der Körper reagiert. Sonst könnten vor allem die ersten Tage des Heilfastens sehr anstrengend sein.
Sanft ein- und aussteigen
Den Start bilden drei „Entlastungstage“, die den Körper auf die Heilfastenzeit einstellen. Dann folgen meist sieben Fastentage. Im Anschluss steht das sogenannte Fastenbrechen, bei dem man den Körper innerhalb von drei bis vier Tagen – etwa die Hälfte der Zeit des Verzichts – wieder an feste Nahrung gewöhnt. „Am besten startet man mit leicht Verdaulichem wie gekochten Möhren oder Kartoffeln. Wer es verträgt, kann auch geriebenen Apfel essen.“ Tierisches Eiweiß dagegen überfordere den zur Ruhe gekommenen Verdauungsapparat zunächst – Schnitzel und Steak sollten also vorerst noch nicht wieder auf der Speisekarte stehen.
Struktur – auch ohne gewöhnliche Mahlzeiten
Bei den aktuell niedrigen Temperaturen rät Kallenbach während der Fastenzeit flüssigen Mahlzeiten und Getränken, die von innen wärmen. „Am besten ist, morgens, mittags und abends warme Gemüsebrühe zu trinken. Dabei nicht das Kauen vergessen: Das signalisiert dem Magen, dass er etwas verdauen kann.“ Wichtig für die Psyche sei zudem das Ritual, bestimmte Tageszeiten für die Mahlzeiten einzuhalten. Trinken dagegen könne man ständig, am besten zwischen drei und fünf Litern täglich: zimmerwarmes Wasser und Kräutertees aus Anis, Fenchel, Kümmel und Süßholz. Pfefferminze dagegen kühlt den Körper aus, ebenso wie kalte Obst- und Gemüsesäfte.
Fasten: sinnvoller im Frühling
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gebe es diese Art Verzicht auf feste Nahrung gar nicht, sagt Doris Kallenbach. „Es gibt aber das Getreidefasten, also Entschlackung mit Hilfe von beispielsweise Dinkel sowie ein wenig Obst und Gemüse. Feste Nahrung stärkt gemäß der TCM die Mitte – nichts zu essen, würde bedeuten, seine Mitte zu vernachlässigen.“ Aber auch beim klassischen Heilfasten sei es ratsam, auf seinen Körper zu hören und die Ansätze der TCM zu berücksichtigen. Denn jetzt, im Winter, sei der Organismus naturgemäß eher auf Festhalten eingestellt. „Das bedeutet, dass man gar nicht oder nur sehr schwer abnimmt. Daher ist es besser, bis zum Frühlingsbeginn zu warten. Wenn es wieder wärmer ist, stellt sich auch der Körper aufs Loslassen ein. Das gilt übrigens ebenso für Phasen von abnehmendem Mond.“
Reinigung von innen
Ein weiterer Bestandteil des Heilfastens ist die regelmäßige Reinigung des Darms, bis er wieder feste Nahrung bekommt. Für viele kein angenehmes Thema, aber dennoch sehr wichtig, erklärt die Ernährungsberaterin. „Beim Fasten sammeln sich Giftstoffe im Körper an, die regelmäßig herausgespült werden müssen. Sonst kann das zum Beispiel zu Kopfschmerzen führen.“ Ob für diese innere Reinigung spezielle Salze aus der Apotheke zum Einnehmen, eine klassische Darmspülung beim Arzt oder daheim bevorzugt werden, ist Geschmackssache. Nur von der Einnahme von Glaubersalz rät Doris Kallenbach ab: „Das wirkt sehr heftig. Vielen wird davon schlecht. Das ist dann kein guter Start ins Heilfasten.“ Und der sei notwendig – schließlich solle man sich in dieser Zeit doch mehr denn je wohlfühlen.
Praktikabler als das 40-tägige Fasten, das am Aschermittwoch beginnt und an die Fasten- und Betzeit Jesu in der Wüste erinnert, ist für viele Menschen das Heilfasten. „Man zieht sich zurück und beansprucht ein paar Tage Zeit für sich“, erklärt Ernährungsberaterin Doris Kallenbach, langjährige Partnerin der BERGISCHEN. Voraussetzung für einen mehrtägigen Verzicht auf feste Nahrung sei ein körperlich gesunder, solider Zustand, den man sich am besten von seinem Arzt bestätigen und während des Heilfastens kontrollieren lässt. „Für sehr schlanke Menschen, Schwangere, Kinder sowie Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion, Herzbeschwerden oder Krebserkrankungen eignet sich Fasten nicht“, sagt die Hildenerin.
Nicht einfach drauflos fasten
Der Entschluss zum Heilfasten sollte gut überlegt sein. Doris Kallenbach: „Die innere Einstellung spielt eine sehr wichtige Rolle in der Fastenzeit. Lieber bereitet man sich mental länger darauf vor, statt einfach drauflos zu fasten.“ Immerhin gehe es ums Entschlacken – von Körper, Geist und Seele. Eine gute Übung sei zum Beispiel, immer mal wieder einen Fastentag mit Tee, Gemüsebrühe oder auch Getreide einzulegen, um zu sehen, wie der Körper reagiert. Sonst könnten vor allem die ersten Tage des Heilfastens sehr anstrengend sein.
Sanft ein- und aussteigen
Den Start bilden drei „Entlastungstage“, die den Körper auf die Heilfastenzeit einstellen. Dann folgen meist sieben Fastentage. Im Anschluss steht das sogenannte Fastenbrechen, bei dem man den Körper innerhalb von drei bis vier Tagen – etwa die Hälfte der Zeit des Verzichts – wieder an feste Nahrung gewöhnt. „Am besten startet man mit leicht Verdaulichem wie gekochten Möhren oder Kartoffeln. Wer es verträgt, kann auch geriebenen Apfel essen.“ Tierisches Eiweiß dagegen überfordere den zur Ruhe gekommenen Verdauungsapparat zunächst – Schnitzel und Steak sollten also vorerst noch nicht wieder auf der Speisekarte stehen.
Struktur – auch ohne gewöhnliche Mahlzeiten
Bei den aktuell niedrigen Temperaturen rät Kallenbach während der Fastenzeit flüssigen Mahlzeiten und Getränken, die von innen wärmen. „Am besten ist, morgens, mittags und abends warme Gemüsebrühe zu trinken. Dabei nicht das Kauen vergessen: Das signalisiert dem Magen, dass er etwas verdauen kann.“ Wichtig für die Psyche sei zudem das Ritual, bestimmte Tageszeiten für die Mahlzeiten einzuhalten. Trinken dagegen könne man ständig, am besten zwischen drei und fünf Litern täglich: zimmerwarmes Wasser und Kräutertees aus Anis, Fenchel, Kümmel und Süßholz. Pfefferminze dagegen kühlt den Körper aus, ebenso wie kalte Obst- und Gemüsesäfte.
Fasten: sinnvoller im Frühling
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gebe es diese Art Verzicht auf feste Nahrung gar nicht, sagt Doris Kallenbach. „Es gibt aber das Getreidefasten, also Entschlackung mit Hilfe von beispielsweise Dinkel sowie ein wenig Obst und Gemüse. Feste Nahrung stärkt gemäß der TCM die Mitte – nichts zu essen, würde bedeuten, seine Mitte zu vernachlässigen.“ Aber auch beim klassischen Heilfasten sei es ratsam, auf seinen Körper zu hören und die Ansätze der TCM zu berücksichtigen. Denn jetzt, im Winter, sei der Organismus naturgemäß eher auf Festhalten eingestellt. „Das bedeutet, dass man gar nicht oder nur sehr schwer abnimmt. Daher ist es besser, bis zum Frühlingsbeginn zu warten. Wenn es wieder wärmer ist, stellt sich auch der Körper aufs Loslassen ein. Das gilt übrigens ebenso für Phasen von abnehmendem Mond.“
Reinigung von innen
Ein weiterer Bestandteil des Heilfastens ist die regelmäßige Reinigung des Darms, bis er wieder feste Nahrung bekommt. Für viele kein angenehmes Thema, aber dennoch sehr wichtig, erklärt die Ernährungsberaterin. „Beim Fasten sammeln sich Giftstoffe im Körper an, die regelmäßig herausgespült werden müssen. Sonst kann das zum Beispiel zu Kopfschmerzen führen.“ Ob für diese innere Reinigung spezielle Salze aus der Apotheke zum Einnehmen, eine klassische Darmspülung beim Arzt oder daheim bevorzugt werden, ist Geschmackssache. Nur von der Einnahme von Glaubersalz rät Doris Kallenbach ab: „Das wirkt sehr heftig. Vielen wird davon schlecht. Das ist dann kein guter Start ins Heilfasten.“ Und der sei notwendig – schließlich solle man sich in dieser Zeit doch mehr denn je wohlfühlen.

