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Shampoo & Co. - was ist drin?

„Das geht unter die Haut“ – so haben wir den Artikel über bedenkliche Inhaltsstoffe in der aktuellen Ausgabe unseres Kundenmagazins „informiert!“ betitelt. Darin finden Sie einige kurze Beispiele, bei welchem Stoff sie genauer hinsehen sollten.

In Zusammenarbeit mit der Redaktion Öko-Test stellen wir Ihnen auf dieser Seite eine Liste zur Verfügung: In alphabetischer Ordnung finden Sie eine Reihe sogenannter Additive aus pflegender und dekorativer Kosmetik sowie ihre nachgewiesenen Eigenschaften – in ausführlicherer Form. Ihren Analysen hat die Öko-Test Redaktion Vorschriften aus der EU-Kosmetikrichtlinie, der deutschen Kosmetikverordnung, der MAK-Werteliste (maximale Arbeitsplatz-Konzentration) und der Gefahrenstoffverordnung zugrunde gelegt.

Weil wir Ihnen einen Eindruck vermitteln möchten, wie sehr Ansichten und Herangehensweisen zu diesem Thema variieren, geben wir Ihnen zusätzlich Beispiele zu  Inhaltsstoffen, wie sie die Buchautoren Heinz Knieriemen und Paul Silas Pfyl in „Kosmetik-Inhaltsstoffe von A bis Z. Der kritische Ratgeber“ bewertet haben. Knieriemen ist ehemaliges Chefredaktions-Mitglied der Monats-Zeitschrift „Natürlich leben“. Paul Silas Pfyl, inzwischen verstorben, war unter anderem als Naturheilpraktiker und  Ernährungstherapeut sowie als Dozent der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Ernährungsheilkunde tätig.

Jede Substanz zweifelsfrei in eine bestimmte Bedenklichkeits-Kategorie einzuordnen, ist derzeit also noch sehr schwierig. Begründet liegen differierende Einschätzungen und Empfehlungen zu Inhaltsstoffen in Shampoo & Co. in unter Umständen nicht mehr aktuellen Maßstäben: Die Kosmetikindustrie beruft sich darauf, dass Substanzen in der Kosmetikverordnung geregelt sind und von Experten auf ihre Sicherheit getestet werden.

Die Gegenseite argumentiert damit, dass viele Inhaltsstoffe schlicht noch zu jung seien, um in ihrer Langzeitwirkung eingeschätzt werden zu können. Umgekehrt gibt es Fachkreisen zufolge Substanzen, die schon jahrelang auf dem Markt sind und bisher nur oberflächlich getestet wurden. Gerade mit Blick auf Hormonaktivität seien noch kaum oder keine Tests durchgeführt worden, viele Zusatzstoffe seien mit Blick auf ihre Beurteilung also nicht mehr auf dem neuesten Stand.

Wer sichergehen möchte, achtet bewusst auf die Ingredienzenliste auf dem anvisierten Produkt – und lässt es unter Umständen im Regal stehen. Eine mit Blick auf Schadstoffe unbedenkliche Alternative ist Naturkosmetik, die ohne chemische oder synthetische Substanzen auskommt. Nachteil: Mangels Konservierungsstoffe müssen natürliche Produkte unter Umständen schneller aufgebraucht werden. Zudem können Temperaturunterschiede einzelnen Substanzen schaden, sodass etwa eine pflanzliche Gesichtscreme ihre Wirkung nicht mehr vollständig entfalten oder empfindliche Haut reizen kann.

Zu guter Letzt: Natürlich löst nicht jede Benutzung eines Produkts mit bedenklichen Inhaltsstoffen gesundheitliche Beschwerden aus. Dasselbe gilt für Naturkosmetik, die ihr Verfallsdatum überschritten hat. Zu den vielen potenziellen Faktoren gehören beispielweise die Anwendungsmenge, die Anwendungshäufigkeit sowie die individuelle Reaktion jedes Einzelnen auf ein spezielles Produkt. Wer unsicher ist, sollte sich möglichst gezielt von Fachleuten zu einem bestimmten Shampoo oder einer bestimmten Lotion beraten lassen.

 

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© DIE BERGISCHE KRANKENKASSE 2013
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