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Stärken Sie Ihren Rücken!

In der Sommer-Ausgabe unserer „informiert!“ geben wir Ihnen einen Überblick über Ursachen von Rückenbeschwerden sowie Tipps, um Ihr eigenes Rückgrat zu stärken. An dieser Stelle lesen Sie noch einige zusätzliche Informationen, zum Beispiel zu aktuellen Statistiken und zum Aufbau der Wirbelsäule.

Zahlen*

Rund zwei Drittel der Deutschen leiden unter Rückenschmerzen. Innerhalb von zehn Jahren (bis 2008) ist damit die Anzahl der Betroffenen um ein Viertel gestiegen. Mehrmals pro Woche sind 16 Prozent, ständig 15 Prozent der Bevölkerung von Rückenbeschwerden betroffen.
Ein Drittel der Rückenschmerzgeplagten hält seine Beschwerden für berufsbedingt.
73 Prozent der Befragten orten ihre Schmerzen in der Lendenwirbelgegend, 44 Prozent hauptsächlich in Schultern und Nacken, 40 Prozent ausschließlich im Nacken.
Zehn Prozent der Rückenschmerzen werden mit der Zeit chronisch.
Muskel- und Skeletterkrankungen sind der Grund für fast 30 Prozent aller Krankheitstage in Deutschland. Der Großteil davon sind Rückenschmerzen. Die indirekten Kosten für Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung belaufen sich auf zehn bis 15 Milliarden Euro, die direkten auf weitere zehn Milliarden Euro.

*Quellen: Langzeitstudie des BKK Bundesverbandes durch TNS Healthcare, 1998 bis 2008; Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz

Aufbau des Rückens

Das Rückgrat besteht aus 24 freistehenden und zwischen acht und zehn miteinanderverbundenen Wirbeln. Es gibt sieben Hals-, zwölf Brust- und fünf Lendenwirbel. Fünfweitere Wirbel bilden zusammen das Kreuzbein, danach folgt mit drei bis fünf nichtvoll ausgebildeten Wirbeln das Steißbein. Zwischen den Wirbeln sitzen neben 31Spinalnervenpaaren 23 weiche Gewebekissen, die Bandscheiben. In der Mitte jederBandscheibe sitzt ein dickflüssiger Kern, eingefasst von Faserringen aus Knorpel.Das Rückenmark läuft als Nervenstrang über 45 Zentimeter durch den Wirbelkanal.

Was hilft gegen Rückenschmerzen?

Schmerz ist nicht gleich Schmerz. Rückenschmerzen werden in drei Typen unterteilt:

Akuter Schmerz tritt plötzlich auf.
Subakuter Schmerz hält mehr als sechs Wochen an und tritt immer wieder auf.
Chronischer Schmerz dauert länger als drei Monate und zeichnet sich nur durch kurze Pausen aus.

Experten sprechen zudem davon, dass Rückenschmerzen Statistiken zufolge zu 15 Prozent spezifisch sind, also eine eindeutige Ursache haben. Dazu zählen unter anderem Bandscheibenvorfall, Wirbelgleiten und entzündliche Erkrankungen. Nicht spezifische Schmerzen – ohne erkennbaren körperlichen Auslöser – treten bei 85 Prozent der Betroffenen auf.

Tipps gegen Rückenschmerzen

Akut kann man Rückenbeschwerden mit sogenannter Entlastungslagerung und kurzzeitiger Ruhe begegnen. Das heißt, den Körper so zu betten, dass sich der Bewegungsapparat entspannen kann – geplagte Muskeln und Gelenke sollten dann möglichst kein Gewicht tragen müssen. Oft hilft auch Wärme, damit sich die Muskulatur wieder entspannt. Eine Massage der Trigger-Punkte (Schmerzpunkte) kann ebenfalls hilfreich sein. Dabei wird auf druckempfindliche Muskelverhärtungen Druck ausgeübt. Das löst muskuläre Verklebungen, die Durchblutung wird gefördert und die Muskeln lockern sich. Eine längere Schonhaltung ist bei dem Großteil der Rückenbeschwerden allerdings nicht ratsam.

Längere Schmerzperioden oder stetig wiederkehrende Beschwerden sollten Betroffene stets ärztlich untersuchen und die Ursachen abklären lassen.

Vorbeugend raten Mediziner zu regelmäßiger körperlicher Aktivität im Alltag. Die lenkt gleichzeitig von Problemen ab, ebenso wie soziale Kontakte. Grundsätzlich sollte das Ziel sein, sich auch psychisch zu entlasten, zum Beispiel mit dem Erlernen und regelmäßigen Anwenden von Strategien zur Stressbewältigung. Darüber hinaus hält ein trainierter Körper Belastungen besser Stand als ein untrainierter. Daher ist es wichtig, Bauch-, Brust- und Rückenmuskulatur sowie den gesamten Bewegungsapparat mit regelmäßigem Sport zu kräftigen. Um keine zusätzlichen Probleme zu schaffen, sollte man generell – ob zu Hause oder am Arbeitsplatz – auf rückenfreundliches Mobiliar achten. Durchgelegene Matratzen oder undynamische Bürostühle, die der Wirbelsäule keinen Halt geben und keine Bewegung zulassen, sind nachteilig für den Körper. Die Rückenlehne eines Bürostuhls sollte zum Beispiel eine Wölbung in der Lendenwirbelsäule haben, um ein Abkippen des Beckens zu verhindern. Wer seinen Stuhl auf die eigene Körpergröße einstellen kann, tut seinem Skelett einen noch größeren Gefallen.

Lesen Sie hier Tipps unserer Leser zur Rückenstärkung.

Wo finde ich Unterstützung?

Als Mitglied der BERGISCHEN können Sie sich mit Fragen natürlich gerne jederzeit an die Mitarbeiter wenden.

Unser Tipp

Zahlreiche erstattungsfähige Präventionskurse für einen gesunden Rücken finden Sie in der Präventionskursdatenbank der BERGISCHEN.

Zudem stellen wir Ihnen auf dieser Übersicht einige Partner vor, die Versicherten der BERGISCHEN Präventionskurse zum Thema Rücken sowie eine Rückenschule zu günstigen Konditionen anbieten.

Ausführliche Informationen zu den Angeboten und Konditionen finden Sie auf unserer Partnerseite.

So stärken unsere Leser Ihren Rücken

 

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