Informationen zur Steuererklärung

Seit Anfang 2010 können Sie Ihre Aufwendungen für die Kranken- und Pflegeversicherung in vollem Umfang steuerlich absetzen. Im Normalfall schafft das für Sie eine steuerliche Entlastung.

Das "Bürgerentlastungsgesetz" verpflichtet Krankenkassen, geleistete Beiträge, erhaltene Erstattungen und Prämienzahlungen zur Kranken- und Pflegeversicherung jedes Jahr an die Finanzämter zu melden. Ihnen selbst entsteht dadurch kein Aufwand.

Die häufigsten Fragen und Antworten dazu haben wir hier für Sie zusammengestellt:

Häufige Fragen und Antworten

Die Vorjahresdaten werden unter Ihrer individuellen Steueridentifikationsnummer auf elektronischem Wege an das Finanzamt übermittelt.

Dies geschieht bis zum 28. Februar des jeweiligen Folgejahres. Hat die BERGISCHE die Daten für Sie übermittelt, erhalten Sie hierüber eine Bescheinigung per Post von uns. Darin sind alle übermittelten Daten aufgeführt. Diese können Sie einfach in Ihre Steuererklärung übertragen.

Falls Sie am Bonusprogramm teilnehmenund gleichzeitig Ihre Beiträge an die BERGISCHE entrichten, erhalten Sie natürlich nur eine einzige Bescheinigung, aus der sämtliche Daten für Sie ersichtlich sind. Ausnahme: Sie erhalten eine zweite Bescheinigung über eventuell bezogene Entgeltersatzleistungen (wie zum Beispiel Krankengeld).

Zahlen Sie Ihre Beiträge nicht direkt an die BERGISCHE und nehmen am Bonusprogramm teil, enthält die Meldung an das Finanzamt nur die an Sie erstatteten Beträge.

Wenn Sie Arbeitnehmer sind, übermittelt Ihr Arbeitgeber die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung mittels der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung an das Finanzamt. Das gilt auch für freiwillig Versicherte, bei denen der Arbeitgeber die Beiträge an die Krankenkasse abführt.

Wenn Sie eine Rente über die gesetzliche Rentenversicherung erhalten, meldet der Rentenversicherungsträger die Daten an die Finanzverwaltung.

Wenn Sie Ihre Beiträge direkt an die BERGISCHE zahlen, übermittelt die BERGISCHE die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an das Finanzamt. Das gilt auch für Wahltarife oder Erstattungen aus dem Bonusprogramm.

Jeder Bürger hat vom Finanzamt eine Steueridentifikationsnummer (kurz: Steuer-ID) erhalten. Mit Ihrer Steuer-ID meldet die BERGISCHE Ihre Daten an das Finanzamt.

Wenn uns Ihre Steuer-ID noch nicht vorliegt, schreiben wir Sie an. Teilen Sie uns dann einfach die ID mit, entweder per E-Mail, Brief oder telefonisch.

Sie finden Ihre Steuer-ID in einer Mitteilung des Bundeszentralamtes für Steuern oder auf Ihrem letzten Einkommenssteuerbescheid.

Wenn uns Ihre Steuer-ID nicht vorliegt, kann keine Meldung an das Finanzamt erfolgen.

Sollten Sie Ihre Steuer-ID nicht finden können, erfragen wir diese - Ihr Einverständnis vorausgesetzt - direkt beim Bundeszentralamt für Steuern. Oder Sie können es selbst über dieses Formular tun.

Folgende Beiträge werden an das Finanzamt übermittelt:

geleistete Beiträge zur Krankenversicherung(mit und ohne Krankengeldanspruch)
erhaltene Beiträge zur Krankenversicherung (mit und ohne Krankengeldanspruch)
geleistete Beiträge zur Pflegeversicherung
erhaltene Beiträge zur Pflegeversicherung

Erstattungen von Beiträgen aus dem Bonusprogramm mindern Ihre Aufwendungen für die Krankenversicherung. Daher sind wir verpflichtet, diese ebenfalls an das Finanzamt zu melden.

Nimmt eines Ihrer Familienmitglieder, das bei Ihnen mitversichert ist, am Bonusprogramm teil, werden diese Erstattungen bei Ihnen als Mitglied gemeldet.

Jeweils zu Jahresbeginn werden Zahlungen und Erstattungen für das Vorjahr für Sie ermittelt und gemeldet. Dabei ist entscheidend, für wen diese Beiträge gel eistet wurden und nicht, wer diese geleistet oder erhalten hat.

Hinweis bzw. Besonderheit: Da Ihr Beitrag für den Monat Dezember erst am 15. Januar des Folgejahres fällig wird, ist dessen Zahlung nicht mehr im Meldezeitraum (endet am 10. Januar) enthalten.

Die steuerliche Berücksichtigung geht dabei aber nicht verloren, sondern erfolgt automatisch im Folgejahr.

Als steuerrelevante Beitragserstattung gelten auch die Erstattungen zuviel gezahlter Beiträge

• vom Rentenversicherungsträger
• von Ihrem Arbeitgeber.

Nein. Wenn Sie schon länger bei der BERGISCHEN versichert sind, brauchen Sie uns keine Zustimmung zur Übermittlung Ihrer Daten zu erteilen.

Wenn Sie seit dem 01. Januar 2011 bei der BERGISCHEN versichert (oder wieder versichert) sind, schicken wir Ihnen gern ein Formular zu, auf dem Sie uns Ihre Zustimmung erteilen können.

Wenn Sie Ihre Beiträge selbst zahlen und nicht damit einverstanden sein sollten, dass wir Ihre Daten an das Finanzamt melden, können Sie der Übermittlung formlos schriftlich widersprechen.

Bedenken Sie dabei jedoch, dass das steuerliche Nachteile für Sie haben kann, denn die Finanzämter berücksichtigen geleistete Beiträge nur dann, wenn sie elektronisch übermittelt wurden.

Sollten Sie widersprochen haben, können Sie den Widerspruch aber jederzeit widerrufen. Wir können dann die letzten zwei Jahre rückwirkend für Sie an das Finanzamt melden. Dieselbe Regelung gilt auch, wenn Sie nach dem 01. Januar 2011 zur BERGISCHEN gewechselt sind und uns keine Zustimmung erteilt haben sollten.

Wenn Sie Ihre Beiträge selbst zahlen und am Bonusprogramm teilnehmen, können Sie der Datenübermittlung nur im Ganzen widersprechen. Es ist nicht möglich, beispielsweise nur der Übermittlung der Daten aus Erstattungenvom Bonusprogramm zu widersprechen. Der Widerspruch ist personenbezogen.

Zahlen Sie Ihre Beiträge nicht selbst und nehmen am Bonusprogramm teil, können Sie der Übermittlung der Daten bei der BERGISCHEN nicht widersprechen.

Weil Ihr Arbeitgeber Ihre Beiträge zur Lohnsteuerbescheinigung meldet, nehmen Sie bereits an der Übermittlung teil. Ein Widerspruch an anderer Stelle ist daher nicht möglich.

Sollten Gründe für eine Korrektur von Beitragszahlungen vorliegen (zum Beispiel Änderungen der Art der Versicherung etc.), wird von uns selbstverständlich auch die Meldung an das Finanzamt korrigiert. In diesem Fall würde dort auch Ihr Steuerbescheid geändert.